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Aktuell

1. Februar 2010

Umbau bringt Licht, Luft und Aufzug

Seit fünf Jahren wird der Umbau geplant, jetzt kann es bald los­gehen: Die Andreaskirche in Eschersheim wird runderneuert und saniert. Das Gemeindebüro soll von hinten nach vorne verlegt werden und ebenerdig erreichbar sein, dafür muss jedoch eine der beiden Freitreppen abgeschlagen werden, die derzeit in den hoch gelegenen Kirchenraum führen. Geplant ist zudem ein Aufzug, damit auch Gemeindemitglieder, die nicht so gut zu Fuß sind, die Kirche erreichen können.

In den Kirchenraum selber sollen zwei Fenster eingebaut werden, die Licht und Luft hineinlassen, aber auch wieder verdunkelt werden können. Denn nur so können die von dem Frankfurter Künstler Hermann Goepfert 1958 entworfenen schwungvollen Betonglasfenster leuchten. Die abstrakte Betonglaswand ohne Stützen und Streben war bei ihrer Entstehung einzigartig in Europa, wurde unter Denkmalschutz gestellt und sorgt auch heute noch für Pro und Contra-Diskussionen.

!(kasten)2010/02/seite08_unten.jpg(Pfarrerin Christa Sengespeick-Roos vor der Andreaskirche in Eschersheim. Das Gebäude aus den fünfziger Jahren wird bald runderneuert. Dann gibt es endlich auch einen Aufzug, damit man nicht mehr eine hohe Treppe zu Fuß erklimmen muss, um in den Gottesraum zu gelangen. | Foto: Ilona Surrey)!

Für den Aufzug hat die Gemeinde Geld gesammelt, der Vorstand des Evangelischen Regionalverbandes Frankfurt hat den Umbau und die Sanierung der in den 1950er Jahren gebauten Andreaskirche bereits genehmigt. Die Arbeiten können aber erst beginnen, wenn keine Einsprüche aus Gemeinden gegen das gesamte Gebäudekonzept des Verbandes mehr vorliegen, wie es zur Zeit noch der Fall ist.

„Wir hoffen sehr, dass es bald weitergeht“, sagt Christa Sengespeick-Roos, seit viereinhalb Jahren Pfarrerin in der Andreasgemeinde. „Eine offenere, modern sanierte Kirche entspräche nicht zuletzt dem Generationswechsel, der zurzeit hier stattfindet.“ Immer mehr junge Familien kämen, um ihre Kinder in christliche Rituale wie Erntedank, das Martinsfest oder Weihnachten einzuführen.

Die Andreasgemeinde ist die geografisch kleinste in Frankfurt. Mit rund 2700 Gemeindemitgliedern ist sie aber „evangelisch dicht besiedelt“, wie Sengespeick-Roos sagt, und sie werde „von einer bürgerlichen Schicht getragen“. Mit durchschnittlich hundert Personen sind die Gottesdienste am Sonntag gut besucht, in der Woche finden rund fünfzig Gemeindeaktivitäten statt. „Das wäre ohne Ehrenamtliche natürlich nicht machbar“, sagt die Pfarrerin, die mit einer halben Stelle von Pfarrer Hans-Georg Döring unterstützt wird. „Auch die Seelsorge darf ja nicht zu kurz kommen.“

Über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt ist die Bücherei, die sich auf Krimis spezialisiert hat und unter dem Titel „Lesen für’s Leben gern“ Vorträge anbietet und auch Bildungsreisen organisiert. Sehr aktiv ist Kantorin Andrea Berkler, die Chöre und Flötengruppen für Kinder und Jugendliche, Erwachsene und Senioren aufgebaut hat.

Etwas Besonderes in der Frankfurter Gemeindelandschaft ist auch die Bibliodrama-Gruppe, die Pfarrerin Sengespeick-Roos anbietet: „Man nimmt eine Rolle in einer biblischen Geschichte an und lernt auf diese Weise viel darüber, wo man gerade steht. Dabei kommt oft Überraschendes zutage.“

p(autor). Stephanie von Selchow

Artikelinformationen

Beitrag veröffentlicht am 1. Februar 2010 in der Rubrik Stadtkirche, erschienen in der Ausgabe .

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